Der Verein Landschaftsschutz Platzenberg e.V. wurde am 9. März 2005 gegründet zum Zweck der aktiven Bürgerbeteiligung zur Erhaltung des Platzenbergareals als ökologisch schützenswertes Natur- und Naherholungsgebiet. Der von der Stadt am 8. März 2005 aufgestellte Bebauungsplan umfasst nicht nur das Gebiet des Platzenbergfeldes am Bommersheimer Weg, sondern erstreckt sich über das gesamte Gebiet Grüner Weg, Weidebornweg, Kolberger Weg und Bommersheimer Weg.
Der Verein Landschaftsschutz Platzenberg e.V. ist gegen jegliche Bebauung des Platzenberges und der angrenzenden Grünflächen und setzt sich für Biotopverbund und Naherholung im Sinne des Allgemeinwohls aller Bad Homburger Bürger ein.
Taunus Zeitung 20. Juni 2009 «Jeder Eingriff stört die Natur» - BLB gegen Häuser am Bommersheimer Weg - Dass die FDP am Bommersheimer Weg für eine «maßvolle Bebauung» ist (TZ berichtete), hat die BLB verärgert.
Taunus Zeitung 19. Juni 2009 FDP will «maßvolle Bebauung» am Bommersheimer Weg. «Dort nichts zu bauen, nur weil eine Bürgerinitiative Angst davor hat, dass, wenn ein Backstein kommt, vielleicht doch wieder eine Schule gebaut wird, halten wir für falsch.» Es gehe hier um zwei, drei Häuser, um die Schließung einer Baulücken. Roesemann: «Da müssen wir mal von der Emotionalität des OB-Wahlkampfs weg.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung 17. Mai 2009 Michael Korwisi - Er steht für sich selbst. ,,Als er dann im Wahlkampf noch die Unzufriedenen und Bürgerinitiativen hinter sich versammelte, wuchs sich seine Kandidatur zur Bewegung aus. Jetzt haben viele der Unterstützer große Erwartungen an den neuen Oberbürgermeister. Der Kirdorfer aber trägt künftig Verantwortung für die ganze Stadt."
Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009 Wahlhelfer - Im Schlafsack für Korwisi. ,,"Ich denke, dass vor allem junge Leute und Mitglieder der beiden Bürgerinitiativen den Ausschlag für den hohen Wahlsieg Korwisis gegeben haben", sagt der Grüne."
Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009 Ursula Jungherr - Die Unnahbare. ,,Doch immer mehr verlor sie offenbar die Nähe zu den Menschen auf der Straße, in den Stadtteilen. Sie regiere nur aus dem vierten Stock, sagten Kritiker. Bürgerinitiativen nahm sie, die Juristin, die an dem für einmal für richtig empfundenen eisern festhielt, nicht früh genug ernst. Der 18. September wird nun also ihr letzter Arbeitstag im Rathaus sein."
Frankfurter Rundschau 12. Mai 2009 Bad Homburger Lehrstück. ,,Die auch in die Öffentlichkeit gedrungene parteiinterne Kritik an der Amtsinhaberin Ursula Jungherr stimmte schließlich. Ja, sie hat es nicht verstanden, die eigene Politik überzeugend zu verkaufen. Nein, sie ist im Umgang mit Bürgerinitiativen nicht sehr geschickt gewesen. Sie hat zu lang darauf beharrt, eine Förderschule für lernschwache Kinder zwischen ein Naturschutzgebiet und eine gediegenere Einfamilienhaus-Siedlung platzieren zu wollen. Als sie im Wahlkampf dann eine andere Lösung fand, warf man ihr taktieren vor. Sie machte sich damit unglaubwürdig."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 12. Mai 2009 Gesprochen hat vor allem der Bürger. ,,Wie sehr sich in der Wahl bestimmte Themen niedergeschlagen haben, zeigte auch das Abschneiden Korwisis. Nicht in seinem Heimatstadtteil Kirdorf bekam er die meisten Stimmen, sondern in der Humboldtschule, wo sich der Streit um den Neubau der Pestalozzischule in der Nähe des Platzenbergs ausgewirkt hat."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 11. Mai 2009 Was ist bloß im Taunus los? - 61 Jahre lang hatte die CDU in Bad Homburg das Sagen. Nun wird in der Millionärsstadt am Taunus Michael Korwisi Oberbürgermeister - ein Grüner, der erste Hessens. ,,Während die Oberbürgermeisterin also solide wirtschaftete, ließ sie im Umgang mit Bürgerinitiativen Gesprächsbereitschaft vermissen. Diese wenden sich gegen den Bau einer Schule oder des neuen Krankenhauses in der Nähe ihrer Wohngebiete. Mit den derart organisierten Eigenheimbesitzern verlor Jungherr auch zahlreiche CDU-Wähler. Auch in den Stadtteilen, die noch die alte bäuerliche Struktur erkennen lassen und mit der noblen Kurstadt nur den postalischen Namen gemein haben, erwies sich die Union als wenig geschickt. Als die CDU/FDP-Mehrheit jüngst den Bau einer Sporthalle durchsetzte, wirkte ihr Vorgehen gegenüber den Ortsteilvertretern arrogant."
Frankfurter Rundschau 11. Mai 2009 Souveräner Sieg. ,,Ein zweiter Aspekt ist, dass die CDU-interne Kritik an Jungherr auch stimmt. Ja, sie hat es nicht verstanden, die eigene Politik überzeugend zu verkaufen. Nein, sie ist im Umgang mit Bürgerinitiativen nicht sehr geschickt gewesen. Das Umschwenken in Sachen Pestalozzischule konnte dann nur noch als Wahlkampftaktik verstanden werden. Das wäre das eine Erklärungsmodell."
Taunus Zeitung 11. Mai 2009 Die zementierte Meinung des Volkes. ,,Besonders deutlich lag Korwisi – wie auch schon vor zwei Wochen – in der Berliner Siedlung und dem Gebiet rund um den Platzenberg vorne. Hier erreichte er Ergebnisse von über 70 Prozent. Im Wb 5 (Humboldtschule) erreichte er mit 78,1 Prozent das beste Ergebnis. Offenbar nutzte auch die Entscheidung des Planungsverbandes, den strittigen Acker am Bommersheimer Weg aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen, Jungherr nichts."
Taunus Zeitung 11. Mai 2009 So geht’s! ,,Dennoch: Auch die OB hat zuletzt Fehler gemacht. Obwohl der ehemalige Landrat Jürgen Banzer (CDU) schon Jahre zuvor den Klinik-Neubau angekündigt hatte, war, als es ernst wurde, kein geeignetes Grundstück da. Die Verwaltung hatte keine gute Vorarbeit geleistet. Auch ihre wankelmütige Haltung in Sachen Pestalozzischule wurde zum Bumerang. Und so entstanden zwei Bürgerinitiativen, die nicht unwesentlich zu ihrem Sturz beigetragen haben."
Frankfurter Allgemeine Zeitung 10. Mai 2009 Ausgerechnet Bad Homburg. ,,In den vergangenen Tagen wurde unübersehbar, dass das Fundament wackelt, auf das sich die Union noch stets verlassen konnte. Die Erosion setzte an mehreren Stellen ein. In den Stadtteilen etwa, wo man den Umgang der politischen Mehrheit mit den Bürgern zunehmend als arrogant empfand. Hinzu kamen Initiativen gegen verschiedene Bauvorhaben, in denen sich nicht strickpullovertragende Fundamentalisten, sondern gut situierte Hausbesitzer organisierten – eine Klientel, die sonst zum Stammwählerpotential der CDU gehört. Aber hier war zu hören: Für Jungherr stimmen wir nicht. Derlei Gruppen sind, zumal in Bad Homburg, eine Herausforderung für jeden Oberbürgermeister. Doch Jungherr gab sich erst prinzipienfest, um dann beim Standort für die Pestalozzischule eine Kehrtwende zu vollziehen. Das haben ihr die einen übel- und die anderen nicht abgenommen."
Frankfurter Rundschau 10. Mai 2009 Erster Grünen OB Hessens gewählt - In Hessen ist am Sonntag erstmals ein Grüner zum Oberbürgermeister gewählt werden.